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Das Kurhaus Bellevue in Oberdorf besass über die Jahrhundertwende (1881-1918) hinaus einige Bedeutung. Es bot Molken-, Kuh- und Ziegenmilchkuren, kalte und warme Bäder an. Zudem eigneten sich die Schattenreichen Gartenanlagen mit Pavillon sowie die gedeckte Terrasse mit Balkon zur Bewirtung der Gäste.

In einem damaligen Werbebrief heisst es:
„Das Kurhaus, anno 1881 erbaut, enthält zwanzig freundliche, komfortabel eingerichtete Fremdzimmer und befindet sich zehn Minuten oberhalb der Post- und Telegraphenbüros Oberdorf und eine Stunde von der Stadt Solothurn entfernt, umgeben von prächtigen Tannen- und Fichtenwaldungen. Das milde Klima, die reine und gesunde Luft, die vollständig staubfreie und geschützte Lage mit der herrlichen Aussicht auf das liebliche Solothurnerthal…“

1918-1926 wird das Kurhaus vorübergehend als Kinderheim und Arbeitslehrerinnenseminar verwendet. 1929 fällt es einem Brand zum Opfer. Nach dem Wiederaufbau geht der Gastbetrieb weiter. Von 1953 an dient es als Altersheim.